Das Leistungsmodul-Erstversorgung (kurz LM-E) stellt eine Komponente der Einsatzeinheit dar und kommt bei allen Einsatzlagen zum Einsatz, bei denen die tatsächliche oder zu erwartende Verletztenanzahl die Kapazitäten des Regelrettungsdienstes weitaus übersteigt.

Zum LM-E gehören zwei Fahrzeuge, die die medizinische Ausstattung und das Personal für die Erstversorgung liefern. Hierzu zählen ein Gerätewagen Sanität (GW-San) und ein Mannschaftstransportwagen (MTW). Das Leistungsspektrum dieser Komponente zielt auf die Erstversorgung von 10 Patienten.

Das Modul wird von der Leitstelle bei entsprechenden Lagen automatisch über Funkmeldeempfänger und SMS-Alarm mitalarmiert und durch einen Notarzt und einen RTW des Regelrettungsdienstes ergänzt und stellt eine notfallmäßige Versorgung von Schwer-, Mittel- und Leichtverletzten bis zum zügigen Abtransport sicher.

Die Personalstärke des LM-E besteht aus 1 Gruppenführer, 1 Maschinist, 3 Rettungssanitätern und 4 Helfer, die auf die Fahrzeuge zu je 4 Helfern verteilt werden können. Der Maschinist und der Gruppenführer rücken auf dem GW-San aus.

Aufbau des LM-Erstversorgung

1 Gruppenführer
1 Maschinist
3 Rettungssanitäter
4 Helfer


Stärke:     0/1/8/9

Ausstattung

 

Funkrufname:

Fahrzeugtyp:

Fahrzeug:

Indienststellung:

RK AA 51/28-1

GW-San

MAN TGL

2013

Funkrufname:

Fahrzeugtyp:

Fahrzeug:

Indienststellung:

RK AA 51/35-1

MTW

Mercedes Vito

2004

Leistungsspektrum

  • In Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst eine Versorgungskapazität für 10 Patienten sicher stellen (gemäß Sichtungskategorien T1 bis T4).
  • Heranführung von notwendiger und schnell zur Neige gehender sächlicher Ausstattung wie z.B. Tragen, Rettungstücher, Decken, Infusionslösungen, Notfallmedikamente, medizinisches Verbrauchmaterial, Registrierungsunterlagen etc.
  • Aufbau und Betrieb einer strukturierten Patientenablage als vorgeschaltetes Instrument eines Behandlungsplatzes, insbesondere zur Sicherstellung der Versorgung von Patienten möglichst nah an individualmedizinischen Grundsätzen
  • Unterstützung bei der Sichtung, qualifizierten Erstversorgung und Organisation weiterer logistischer Notwendigkeiten
  • Bei Bedarf strukturierte Erkundung zum Aufbau eines BHP 25 (ggf. mit Erweiterung auf BHP 50) wie z.B. Erkundung geeigneter Örtlichkeiten (Raumordnung), vorhandener Versorgungsmöglichkeiten (Strom, Wasser, Kommunikation etc.), Erkundung und Vorbereitung des Rettungsmittelhalteplatzes etc.
  • Einweisung nachrückender Einsatzkräfte
  • Ab Betriebsbereitschaft des BHP geordnete Eingliederung
  • Helfer anderer Organisationen (z.B. Feuerwehr) im Einsatz sanitätsdienstlich absichern