Am vergangenen Sonntag, den 24.04.2016, veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Aalen im Rettungszentrum einen Tag der offenen Tür. Auch die 2. Einsatzeinheit Ostalbkreis war im Rahmen einer Fahrzeugschau mit zwei Katastrophenschutz-Fahrzeugen vor Ort. So wurden den Besuchern der Notfallkrankenwagen KTW Typ B und der Gerätewagen Sanität (GW-San) präsentiert. Dabei standen den interessierten Besuchern Helfer zur Verfügung, die Fragen beantworteten und Einblicke in die Arbeit im Katastrophenschutz gaben.

Hier ein paar Einblicke zum Tag der offenen Tür



Im Rahmen der Erneuerung und Aktualisierung der persönlichen Schutzausrüstung wurden für die Helferinnen und Helfer der 2. Einsatzeinheit Ostalbkreis 35 neue Schutzhelme beschafft. Durch diese Investition können die Helferinnen und Helfer künftig mit modernen Helmen in den Einsatz gehen und sind allzeit bestmöglichst geschützt.

Heute, um 15.27 Uhr, klingelte bei vielen von uns das Handy und der Piepser, sei es beim Faschingsumzug oder bei Kaffee und Kuchen mit der Familie. Die Frauen und Männer der 2. Einsatzeinheit Ostalbkreis wurden zum Einsatz alarmiert. Mit insgesamt 7 Einsatzfahrzeugen und 15 Einsatzkräften begaben wir uns zum Einsatzort nach Ellwangen. Grund für den Einsatz war eine unangemeldete Demonstration. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, sodass die Bereitstellung gegen 17.00 Uhr wieder aufgelöst werden konnte.

Neben unserer Einheit wurde auch die 1. Einsatzeinheit OAK der Malteser Aalen und die SEG des DRK Lauchheim alarmiert, denen wir für die gute Zusammenarbeit danken.

 

 

Heute Nacht waren die Frauen und Männer der 2. Einsatzeinheit Ostalbkreis wieder im Einsatz. Gegen 00.42 Uhr alarmierte die Leitstelle das Leistungsmodul Erstversorgung zu einem Wohnhausbrand in Aalen. Mit insgesamt 14 Einsatzkräften und 6 Einsatzfahrzeugen wurde die Einsatzstelle angefahren, um den Einsatz sanitätsdienstlich abzusichern.

Der Einsatz der 2. EE OAK konnte gegen 03.30 Uhr beendet werden.

Trauer um Anton Nuding

Große Bestürzung und tiefe Trauer hat der Tod von Anton Nuding ausgelöst. Er ist im Alter von 67 Jahren einem heimtückischen Leiden erlegen. Nuding hat sich 50 Jahre im Roten Kreuz selbstlos in den Dienst am Nächsten gestellt. Die Verdienste, die er sich dabei erworben hat, sind durch hohe Auszeichnungen wie etwa die Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes gewürdigt worden. Außerdem engagierte sich das langjährige CDU-Mitglied Nuding als Vertreter des Ortsteil Bernlohe zehn Jahre im Ortschaftsrat Waldhausen, war seit der jüngsten Kommunalwahl Stellvertreter des Ortsvorstehers und hatte seither auch Sitz und Stimme im Aalener Gemeinderat als Mitglied der CDU-Fraktion.

Vor 50 Jahren ist Nuding nach einem Erste-Hilfe-Kurs als ehrenamtlicher Helfer zum Roten Kreuz des damaligen Kreisvereins Aalen gestoßen. Seit 1971 war er als hauptamtlicher Mitarbeiter als Rettungsassistent im Rettungsdienst tätig, zuletzt, bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2011, als Disponent in der integrierten Rettungsleitstelle in Aalen.

Darüber hinaus war Nuding im Roten Kreuz vielfach ehrenamtlich engagiert bei den Dienstabenden der Bereitschaft Aalen, die er seit 1992 leitete, bei den Haus- und Straßensammlungen sowie bei den Altkleidersammlungen. Nuding war maßgeblich beteiligt an der Organisation zahlreicher Straßenfeste mit mehreren Tausenden Besuchern wie dem Behindertenfest, dem Brückenfest, den Römertagen und den Südtiroler Weinfesten. Beim Roten Kreuz war er zudem Cheforganisator bei vielen Einsätzen bei Firmenfesten und bei Blutspendeterminen. Überdies war er erster Ansprechpartner der Bereitschaft Aalen für die Kommune und für alle Sportvereine. Sowohl der Betrieb der Stadthalle mit unzähligen Veranstaltungen als auch die Mannschaft des VfR Aalen in der Zweiten und Dritten Liga und die Bundesliga-Ringer des KSV Aalen 05 wurden von der Bereitschaft Aalen unter seiner Führung stets tatkräftig unterstützt.

Nuding hat sich um die Ausbildung von unzähligen ehrenamtlichen Helfern gekümmert und war maßgeblich an der Gründung der Fahrbereitschaft Aalen beteiligt, in der Ehrenamtliche den regulären Rettungsdienst des Roten Kreuzes in Aalen unterstützen. Nach der Wiedervereinigung organisierte er die Zusammenarbeit mit und die finanzielle Unterstützung der Partnerbereitschaft des Roten Kreuzes in Zschopau in Sachsen. Für das Auslandsprojekt des DRK-Kreisverbands in Togo wurden unter seiner Leitung erhebliche Beträge gesammelt.

Als Zugführer der Sanitätseinheit im Katastrophenschutz war Nuding die maßgebliche Führungskraft, die Fahrzeuge wurden weit über das vorgeschriebene Maß hinaus mit Spezialgeräten ausgestattet. DRK-Kreisgeschäftsführer Matthias Wagner charakterisiert den Verstorbenen als Respektsperson, die über eine hohe fachliche Qualifikation verfügte und stets ein menschlicher Vorgesetzter war. Ihm sei nichts zu viel gewesen.